Geschichte

Aus den Ruinen ein Schmuckstück mit vielfältiger Nutzung

Verein «Alti Sagi» Leissigen

Gründung und Geschichte

Der Verein wurde 2004 von 13 Frauen und Männern gegründet, welche das Ziel hatten, die Sagi zu erhalten und der Öffentlichkeit zugängig zu machen.

Heute besteht der Verein aus ca. 90 Familien- und Einzelmitgliedern.

 

Im Jahr 2004 wurden erste Orientierungssitzungen mit Vertretern des Gemeinderates, der Kulturkommission, Leissigen Ferien und Interessierten abgehalten.

Ziel war, die Bildung einer Vereinsorganisation und die Formulierung von Statuten.

Die erste Hauptversammlung fand im Mai 2006 statt. Im Mai 2007 wurden Vereinsstruktur, Statuten, Ausgangsprojekt und das Gesamtprojekt genehmigt.

 

Ziele und Zweck

 

Die Ziele des Projektes waren:

  • Die Fertig-Restauration des Gebäudekomplexes zu einer geschlossenen Gebäudegruppe mit der Kirche

  • Das Sichtbarmachen der 3 Technologiesprünge «Sägerei-Betrieb» mit Wasser-, Petrol- und Elektroantrieb

  • Der Ausbau zur Nutzung für Vereine, Schulen und Private

  • Schaffung eines «Bijou» für die Gemeinde Leissigen

  • Kostendeckender Betrieb und Unterhalt des «Kulturobjektes» Alti Sagi Leissigen

Geschichte der «Alti Sagi» Leissigen

 

Von 1841/ 1878 bis 1975 entstand die Säge mit dem Wohnhaus am See in Leissigen.

1985 erwarb die Gemeinde Leissigen das Grundstück.

Während mehreren Jahren wurde über die Nutzung des Grundstücks debattiert. Viele Umbau-und Nutzungsvarianten wurden in Erwägung gezogen. Der Erlass einer Überbauungsordnung erforderte unter Mitwirkung der Öffentlichkeit weitere Vorprüfungen und Bereinigungen mit Ämtern. Die Gemeinde musste

erneut einen Entscheid fällen.

1994 entschied die Gemeinde, die Sägerei zu erhalten,

das Wohnhaus und die dazugehörende Scheune

abzureissen.

1995 wurde mit finanzieller Unterstützung der

Schutzorganisationen UTB, Heimatschutz und

Denkmalpflege des Kantons Bern ein Teil der

Sägerei abgebrochen und der restliche

Sägerei -Trakt statisch gesichert.

2001 konnte mit Hilfe von Berufsschülern (Zimmerleute)

der Gewerbeschule Frutigen unter der Leitung von

Marcel von Reding eine Vorab-Restaurierung des

Wasserrades möglich gemacht werden.

2005 entstand zwischen dem Verein «Alti Sagi» und der Gemeinde eine Vereinbarung sowie ein Vertrag.

2007 konnte die Finanzierung des Projekts sichergestellt werden. Dabei wurde der Verein durch Gemeinde, Schutzorganisationen, Vereine und Gönner unterstützt. Die Sicherung der Restaurierung konnte durch die Kompetenzen von Lehrbetrieben des Berner Oberlandes, Gewerbeschulen und Privaten realisiert werden.

Von 2007 bis 2009 folgten viele Stunden Arbeit durch freiwillige Helfer. So unterstützten die Polymechaniker des Berner Oberlandes, die Gewerbeschule Interlaken, Industrielle Betriebe, die Nitrochemie AG, Willy Walter und Bruno Gurtner mit fachmännischem Wissen und unentgeltlichen Leistungen die Realisation des Projektes.

2010 Eröffnung und Einweihung der total renovierten und ausgebauten «Alti Sagi» Leissigen. Laut Presse ist es ein Bijou, welches aus den Ruinen entstanden ist und nebst dem voll funktionierenden technischen Museum in der Zukunft vielseitig genutzt werden kann. Es lädt mit optimaler Infrastruktur gleichwertig ein, entweder für einige ruhige, besinnliche Stunden oder ausgelassenes fröhliches Feiern am See.

 

2015 wurden neue Vereinbarungen zur Nutzung und zum Erhalt der «Alti Sagi» mit der Gemeinde getroffen.

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